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Unzufriedenheit im Job nicht einfach hinnehmen

Viele Arbeitnehmer waren vielleicht schon mal selbst in der Situation oder kennen jemanden, dem es so erging: Man hat innerlich seinen Job schon gekündigt. Dazu kommt es meistens nicht von einem Tag auf den anderen, nicht wegen einer bestimmten Situation oder einer Aufgabe, die man mal nicht geschafft hat. Im Gegenteil: Die innerliche Kündigung ist oftmals ein schleichender Prozess. Immer wieder stellt der Arbeitnehmer dabei fest, dass sich die Situationen häufen, in denen er mehr als unzufrieden ist. Wer so ein Gefühl bei sich feststellt, sollte die Anzeichen ernst nehmen, denn Frust im Job kann krank machen und sich negativ auf das Privatleben auswirken. Karriereberaterin Ute Bölke aus Wiesbaden erklärt, wie sich die eigene Unzufriedenheit äußert:

„Viele spüren zunächst eine innere Unruhe und haben das Gefühl, nicht mehr angekommen zu sein.“

Auch im Privatleben merken Betroffene früher oder später die Folgen: Viele verspüren generell weniger Lust, etwas mit Freunden zu unternehmen oder beginnen, ihre Hobbys zu vernachlässigen, weil sie sich unmotiviert fühlen oder immer öfter schlechte Laune haben. Soweit sollte es kein Arbeitnehmer kommen lassen.

Zunächst können Betroffene versuchen, ihre Unzufriedenheit bei der Arbeit über ihr Privatleben auszugleichen. Dazu gehört Sport treiben, sich mit Freunden treffen oder ein neues Hobby suchen – das lenkt zumindest ab. Auf Dauer kann das aber nicht die Lösung sein, denn schließlich werden so nur Symptome bekämpft, nicht aber die Ursache. Wer seinem Job eine zweite Chance geben und einen Neuanfang wagen möchte, der sollte zunächst die Ursache seiner Unzufriedenheit auf der Arbeit herausfinden. Fühlt man sich unterfordert, so kann man versuchen, an einer Weiterbildung teilzunehmen und so später neue, abwechslungsreichere Aufgaben zu übernehmen. Wem ein regelmäßiges Feedback zur erledigten Arbeit fehlt, der kann sich ruhig an seinen Chef wenden, und ihm die Situation erklären. Wenn wirklich gar nichts mehr geht, sollte man allerdings lieber kündigen, ehe langfristig gesehen gesundheitliche Schäden durch den Stress und den Frust entstehen.

Generell gelten zwei wichtige Grundregeln: Arbeit ist nicht alles und Kommunikation ist der Schlüssel zum Erfolg.

(Quelle: Generalanzeiger Magdeburg 22.3.2017)

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