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Ständige Unterbrechungen bei der Arbeit vermeiden

Wer am Arbeitsplatz ständig von anderen unterbrochen wird, kann am Ende kaum noch konzentiert am Stück arbeiten. Um sich dagegen ‚zu wehren‘ hilft es, sich bei Unterbrechungen immer wieder neu die Frage zu stellen, ob die Aufgabe sofort erledigt werden muss, oder noch kurz warten kann. Am sinnvollsten ist es nämlich, erst die ursprüngliche Aufgabe, mit der man begonnen hat, fortzuführen – natürlich nur, solange die neue Aufgabe warten kann. Denn beschäftigt man sich sofort mit der neuen Arbeit, dann fällt es einem später umso schwerer, sich in die angefangene Tätigkeit wieder hineinzufinden. Sofort zu reagieren mag eifrig erscheinen und ein gewisses Engagement zeigen, ist aber oftmals gar nicht so hilfreich wie vermutet.

Natürlich gibt es auch Aufgaben, die sofort erledigt werden müssen – so etwas lernt man im Laufe der Zeit gut einzuschätzen. Und dann gibt es natürlich noch andere Ablenkungen, die nicht warten können und einen schnell aus dem Denkprozess reißen können – z.B. ein Anruf von den Kindern oder ein Gespräch mit dem Kollegen über das schöne Wetter. Aber auch für solche Situationen kann man sich wappnen: Es hilft zum Beispiel, sich ein kleines Notzibuch zuzulegen, das man am Arbeitsplatz liegen lässt und in dem man täglich oder ein bis zwei mal pro Woche (jeder wie er es für richtig hält) hineinschreibt, woran man gerade arbeitet. Meistens reichen dafür Stichpunkte oder sogar einzelne Begriffe, die einem nach einer Unterbrechung helfen können, schneller wieder zurück zur eigentlichen Aufgabe zu finden.

Wichtig ist außerdem: Muss man eine Unterbrechung tatsächlich hinnehmen, sollte man sich danach schnellstmöglich wieder der ursprünglichen Aufgabe widmen. Denn je länger man eine begonnene Aufgabe liegen lässt, desto mehr vergisst man mit der Zeit, wie man sie eigentlich angehen wollte. Es gilt also auch hier: „Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen.“

(Quelle: Generalanzeiger Magdeburg 18./19.3.17)

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