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„Mut zur Lücke“ gilt nicht für den Lebenslauf

Keine Lücke im Lebenslauf lassen – wer sich öfters mal bewerben muss, der hat das schon das ein oder andere Mal gehört. Aber was kann man tun, wenn man nun mal eine Zeit lang nicht gearbeitet hat? Das schlimmste wäre, für diesen Lebensabschnitt einfach gar nichts in den Lebenslauf einzutragen. Schließlich sollte man zu seiner Arbeitslosigkeit stehen, und nicht so tun, als wäre eine solche Situation nie vorgekommen – fast jeder war oder wird früher oder später mal arbeitslos.

Torsten Schneider vom Bundesverband der Personalmanager hat durch seine jahrelange Erfahrung als Personaler schon oft mit solchen Fällen zu tun gehabt. Er sagt, dass Personaler bei Lücken im Lebenslauf schnell davon ausgehen würden, der oder die Bewerber/in hätte an dieser Stelle des Lebens etwas zu verheimlichen – und die meisten haben das ja tatsächlich nicht, sondern schämen sich vielleicht einfach nur für ihre Arbeitslosigkeit oder denken, das käme auf dem Arbeitsmarkt nicht gut an. Also lieber keine Lücke lassen – schließlich kann auch Arbeitslosigkeit professionell formuliert werden.

Gängige Formulierungen für Arbeitslosigkeit sind z.B.

  • Arbeit suchend
  • Berufliche Neuorientierung
  • Sabbatical (wie ein Urlaubs-/Sabbatjahr)
  • Berufliche Auszeit

Es gibt neben Lücken im Lebenslauf noch ein paar weitere Dinge, die bei einer Bewerbung unbedingt zu vermeiden sind. Beispielsweise sind skurrile E-Mail-Adressen wie süßemaus93@yahoo.de ein absolutes No-Go in Bewerbungsunterlagen. Erstellen Sie sich lieber eine seriöse Mail-Adresse, die Sie ausschließlich für berufliche bzw. Bewerbungszwecke nutzen. Diese muss nicht immer den kompletten Vor- und Nachnamen enthalten; auch Abkürzungen innerhalb der Mail-Adresse sind möglich, sollten aber zu Ihrem Namen passen.

Kleiner Tipp: Am wichtigsten bei einer Bewerbung ist der Lebenslauf. Denn laut einer Umfrage des Jobportals Staufenbiel sehen sich drei von vier Personalern als allererstes den Lebenslauf an. Hier gilt das Sprichwort „Mut zur Lücke“ also ausnahmsweise nicht!

(Quelle: Generalanzeiger Magdeburg 8./9.4.2017)

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